Der Sternenhimmel Buch Sternenhimmel
DAS JAHRBUCH FÜR HOBBY-ASTRONOMEN

Genau - aber nicht ganz genau!

 

Ausgehend von den Formeln, die Jean Meeus in seinem Büchlein (Formeln für den Taschenrechner) publiziert hatte, verglich ein interessierter EXCEL-Programmierer seine Ergebnisse mit denen des "Bureau des longitudes", das jetzt "Institut de mécanique céleste et de calcul des éphémérides" heisst, und mit dem Sternenhimmel.

Ganz kurz das Ergebnis: die Daten im Sternenhimmel sind in Ordnung. Es zeigte sich wieder deutlich, dass man nicht unbedingt vom Gleichen spricht, wenn man z.B. "Sternzeit" sagt. Und die Genauigkeit kann nicht beliebig genau sein, weil das sinnlos ist. Etwa die Auf- und Untergangszeiten. Was man sieht, ist ja (ausser vom Horizont) abhängig von der Refraktion, die sich mit der Lufttemperatur, der Feuchtigkeit usw. ändert. Also geben wir diese Zeiten auf eine Minute genau an, was sicher eher zu genau ist.

Dann gibt es aber die "mittlere Sternzeit". Diese wird durch eine definierende Formel aus der Weltzeit berechnet. Und da müsste ja Übereinstimmung bis zur letzten Stelle herrschen. Im Mikrosekundenbereich fand ich dann aber Abweichungen gegenüber dem Astronomical Almanac. Obwohl diese keinerlei Auswirkungen auf die im Sternenhimmel angegebene Genauigkeit (Zehntelsekunden) hat, liess mir das keine Ruhe. Dabei ist es ganz einfach: die Almanac-Berechner haben die Formel etwas abgeändert und zwei winzige Terme angehängt.

Das habe ich natürlich dann auch gemacht, und ab dem Sternenhimmel 2016 werden die Sternzeit-Angaben aus ganz exakten Werten auf Zehntelssekunde gerundet...

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